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| Nicht vom Himmel gefallen: Meisterinnen im Handwerk, 1995 |
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| Rückkehr in die Gemeinschaft - Kleine Netze als Lebensform, 1983 |
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| Neue Formen des Zusammenlebens, 1978 |
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Fünf Lebensformen bestimmen derzeit den öffentlichen Blick auf die Gesellschaft in Deutschland: Familien mit Kindern (54%), Ehepaare (21%), unverheiratet zusammenlebende Paare
(4%), Alleinerziehende (6%) und Singles (15%). Tatsächlich existieren jedoch Tausende von unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens. Sie dokumentieren eine breite Vielfalt an individuellen Lebensentwürfen und Verwirklichungschancen. Bereits
die Familien differieren beispielsweise in der Zahl der Kinder, in den verfügbaren finanziellen Mitteln, im Bildungsniveau und beruflichen Milieu der Eltern, zwischen Stadt und Land. Durch die anhaltend hohe Scheidungsrate der Ehen gehören heute auch Patchwork-Familien',
die sich um wiederverheiratete geschiedene Eheleute mit Kindern aus den jeweiligen Erst-Familien bilden, zum Familienalltag. Die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Moderne sind komplizierter geworden, die grundsätzlichen
Anforderungen an die Familie' jedoch gleich geblieben. Sie bestehen in der Zeugung und Geburt von Kindern (Reproduktion), in ihrer Aufzucht und Erziehung (Sozialisation), in der Ernährung und Versorgung der Familienmitglieder (Haushaltsfunktion)
und in dem emotionellen Schutzraum (Regeneration), den die Familie bietet. Wir haben uns deshalb in unseren Analysen intensiv mit den verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen der Menschen in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt. Bereits 1978,
als Wohngemeinschaften und unverheiratetes Zusammenleben noch Randphänomene waren, haben wir uns mit den experimentellen Formen des Zusammenlebens und Wohnens wissenschaftlich beschäftigt. Die sexuelle Revolution seit Einführung der Anti-Babypille
findet sich in unseren Untersuchungen zu Sexualität und Promiskuität wieder. Familienplanung und generatives Verhalten, Ehekonflikte und Scheidungsursachen
sind in einer der ersten Längsschnittuntersuchungen über 10 Jahre analysiert worden. Mit Jugendkultur und Jugendprotest, auch rechtsradikalen Bewegungen
haben wir uns schon 1982 auseinandergesetzt. Berufswunsch und Karriereplanung von Frauen ist beispielsweise Gegenstand einer großen Untersuchung im Jahr
1992 gewesen. In unserer Mitarbeit beim Ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung haben wir auf die verschiedenen Ressourcendefizite hingewiesen, die bei Familien zu Unterversorgungslagen führen. "Wir haben alle großen
Anteil daran, jede Familie mit den Dingen zu versorgen, die sie braucht, um ihre dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen....Es wird Zeit, daß wir den Reichtum unserer zeitgenössischen Familienkultur erkennen und ihre Möglichkeiten erforschen" (John
R. Gillis 1997) Das Spektrum unserer Forschungsarbeiten liefert dafür viele Ansätze und wertvolles Basismaterial. |
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